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Foto: © Vladislav Kochelaevs / Fotolia.com

EncFS ist gegenwärtig - trotz bestehender Sicherheitsprobleme - der plattformübergreifende Standard zur Verschlüsselung in der Cloud. EncFS selbst stellt keine grafische Oberfläche zur Bedienung zur Verfügung, sondern verweist auf die Konsole. Ein unter Linux durchaus übliches Verfahren. Als bekennender Anhänger (guter) grafischer Oberflächen und zudem noch KDE Plasma-Nutzer ist das leider kein wünschenswerter Zustand.

GNOME-Nutzer bzw. Anwender Gtk-basierter Desktopumgebungen können bereits seit einiger Zeit auf eine Lösung in Form von cryptkeeper zurückgreifen. Das Programm ist in Debian und allen seinen Derivaten enthalten und dürfte damit der Mehrheit aller Linux-Anwender zur Verfügung stehen. Wenn man allerdings ein halbwegs "sauberes" KDE/Qt-System hat, zieht das deutlich zu viele GNOME/Gtk-Abhängigkeiten hinter sich her. Mal abgesehen davon, dass cryptkeeper sich auch kaum in den Desktop integriert - weder äußerlich, noch bei Funtionen wie dem Passwortspeicher.

Installation

Das KDE-Äquivalent nennt sich KEncFS. Leider hat es das Programm nie in Debian geschafft (und damit auch nicht in Kubuntu) und ist auch sonst in kaum einer Paketquelle enthalten. Nichtsdestotrotz ist es eine hervorragende grafische Oberfläche, die sich gut in KDE SC 4 integriert.

Anwender von Arch-Linux können es über das AUR relativ einfach installieren - alle anderen müssen den Quellcode kompilieren. Wer dazu zu wenig Zeit/Lust/Wissen hat und vor etwas unorthoxen Methoden nicht zurückschreckt kann sich allerdings auch bei anderen Distributionen bedienen - jedenfalls sofern man eine RPM-basierte Paketverwaltung hat. Die aus Russland stammende und auf Mandriva basierende Distributionen ROSA Linux hat KEncFS nämlich in den Paketquellen. Über die Paket-Suchmaschine pkgs.org lässt es sich sehr leicht runterladen.

Das Paket lässt sich unter openSUSE 13.2 relativ problemfrei installieren.

# rpm - i Pfad/zum/Paket/<name>.rpm

Sofern es nicht sowieso installiert ist muss noch fusecompress installiert werden um alle Abhängigkeiten zu erfüllen.

Bedienung

KEncFS ist in der Bedienung eigentlich selbst erklärend. Die Oberfläche ist sehr einfach gehalten und bietet lediglich die notwendigen Optionen zur Einrichtung und Verwaltung verschlüsseler Ordner.

KEncFS

Bestehende EncFS-Verzeichnisse lassen sich über Add einhängen. Im Test funktionierte das problemlos. In der Konfiguration (File/Config) lassen sich noch einige Anpassungen vornehmen. Passwörter lassen sich hier in der KWallet speichern, was allerdings beim ersten Mal eine Fehlermeldung auslöst. Diese muss man einfach bestätigen, weitere Versuche funktionen ohne Fehlermeldung. Man kann zudem das Programm automatisch im Systemabschnitt der Kontrollleiste starten lassen (Traybar). In Kombination mit AutoMount ermöglicht das eine reibungslose Integration von EncFS in KDE Plasma

Laut Entwickler funktioniert KEncFS auch in Plasma 5, was hier mangels laufender Plasma 5-Instanz nicht getestet werden konnte.

Kommentare   

#1 Karsten 2016-01-06 19:06
Ich nutze KEncFS jetzt auch schon mehrere Jahre und bin davon auch begeistert.

Erst unter KDE4 und jetzt unter Plasma 5 (jeweils unter ArchLinux). Läuft hervorragend und ohne Probleme, allerdings sind (noch) die KDE4-Libs notwendig. Demzufolge basiert es nach wie vor auf Qt4. Hoffe, dass sich das bald ändert.

PS.:
Es gibt auch eine Qt5-Version (siehe im AUR bei Arch), aber die soll wohl irgendwelche Probleme mit sich bringen und ist nicht vom original Autor. Ich habe diese Version auch noch nicht getestet.
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#2 jonius 2016-01-08 01:34
Eine weitere Alternative (allerdings auch auf GNOME ausgelegt) ist GNOME Encfs Manager.
www.libertyzero.com/GEncfsM/
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#3 Gerald 2016-01-12 12:10
Unter Ubuntu 14.04 LTS gibt es beim Starten von cryptkeeper ein Speicherzugriffsfehler.
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